Bilinguale Ausbildung zum/zur Hotelfachmann/-frau
Der alte Einwanderertraum "vom Tellerwäscher zum Millionär" geht oft nicht auf. Statt gesellschaftlicher Integration und Wohlstand sind in den Industrieländern Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung und Leben in einer Parallelgesellschaft für Viele Realität geworden.
Dabei braucht die Wirtschaft gerade in Zeiten von Globalisierung und wirtschaftlicher Verflechtung in vielen Wirtschaftsbereichen qualifizierte, interkulturell und sprachkompetente Einwanderer.
Migrant/-innen bringen für Arbeitsbereiche mit internationalen Kunden durch ihre interkulturelle Erfahrung und bilinguales Aufwachsen gute Voraussetzungen mit. Wenn diese Ressourcen gezielt gefördert werden, werden sie zu beruflichen Kompetenzen - vom "Tellerwäscher" zum "Global Player".
Die besondere Form der Ausbildung soll den Jugendlichen nach der Ausbildung die Option für eine Arbeit im Herkunftsland eröffnen, generell ihre internationale Mobilität fördern und einen qualifizierten Berufsstart ermöglichen.
Die Ausbildung erfolgt entsprechend der üblichen Ausbildungsordnung, sie setzt aber gezielte zusätzliche Schwerpunkte: Diese sind Bilingualität in der türkischen und deutschen Sprache, erweiterte Englischkenntnisse und interkulturelle Kompetenz.
Es geht um die sinnvolle Verknüpfung von zwei Zielen:
1. Ausbildung benachteiligter Jugendlicher mit Migrationshintergrund in einem zukunftsträchtigen Ausbildungsberuf,
2. modellhafte Entwicklung und Durchführung von Lernmodulen zur Förderung der interkulturellen Kompetenz der Teilnehmer und zum Abbau von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Die bilinguale Ausbildung zum/r Hotelfachmann/-frau verbindet mit dem Schwerpunkt Interkulturelle Qualifizierung gezielt die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt mit den Ressourcen der Jugendlichen.



