Große Motivation und Diskussionsfreude
20.11.2009: Besuch von Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, im BWK
Am gestrigen Donnerstag hat Heinrich Alt, Mitglied des Vorstandes der Bundesagentur der Arbeit in Nürnberg, das BWK BildungsWerk in Kreuzberg besucht. Dabei informierte sich Alt insbesondere über den Verlauf der hier seit September durchgeführten "Bikulturellen Crossmedialen Fortbildung für Migranten", zu deren Ideenvätern er selbst gehört.
Dieses Projekt wirke auch dem anstehenden Fachkräftemangel - einem der zukünftigen Hauptthemen der Bundesagentur für Arbeit - auf innovative Weise entgegen, so Alt. Er hoffe, dass es nach diesem ersten, 15-monatigen Pilotprojekt weitere Durchgänge am BWK geben werde. Die Prüfung und Anerkennung ausländischer Qualifikationen sei zu statisch, führte Alt das Thema Fachkräftemangel aus. So verliere Deutschland nötige Experten, die dringend gebraucht werden.
Auch Dozent Hansi Schlegel zeigte sich begeistert von der Fortbildung: "Mit einer so wissbegierigen und motivierten Gruppe habe ich es an der Uni nie zu tun. Hier herrscht eine unglaubliche Diskussionsfreude." Eine weitere Besonderheit, die Teilnehmerin Gülseren Ölcüm hervorhob: "Wir kommen nicht nur aus unterschiedlichen Kulturen, sondern auch aus unterschiedlichen Bereichen: Jeder hat andere Erfahrungen, jeder kennt sich auf einem anderen Gebiet aus. Das ist spannend und in der Gruppenarbeit sehr ergiebig."
"Ohne unsere potenten und engagierten Kooperationspartner wie beispielsweise den RBB wäre die Fortbildung nicht realisierbar", unterstrich Projektleiter Uwe J. Schulte. Die Partner unterstützen das Projekt mit Dozenten, technischem Equipment und mit der Chance für die Teilnehmer, sich im Anschluss an die neunmonatige Theoriephase im BWK in einem sechsmonatigen Praktikum zu beweisen.
Schulte hob auch die Unterstützung insbesondere der Jobcenter Neukölln und Treptow-Köpenick hervor, deren Geschäftsführer sich sehr für die Teilnehmer eingesetzt hätten. Projektberater und Dozent Professor Dr. Ulrich Pätzold bemängelte in diesem Zusammenhang die sehr unterschiedliche Effektivität bei der Bearbeitung von Bildungsgutscheinanträgen bei den unterschiedlichen Jobcentern. Alt stimmte zu, eine Optimierung der Bearbeitung von Anträgen für innovative Projekte sei nötig.