Bikulturelle Crossmediale Fortbildung für Migranten
Jeder fünfte in Deutschland Lebende hat eine Zuwanderungsgeschichte - doch nur etwa jeder fünfzigste Journalist. Folgen davon sind die allgemein fehlende Präsenz des Blicks von Migranten auf gesellschaftliche Themen und eine mitunter von Klischees geprägte Berichterstattung. Vor diesem Hintergrund bietet das BWK BildungsWerk in Kreuzberg eine journalistische Fortbildung für Medieninteressierte mit nichtdeutschem Kulturhintergrund an.
Starttermin
1. September 2009
Dauer
15 Monate, davon 9 Monate Theorie und anschließend 6 Monate praktische Erprobung bei unseren Kooperationspartnern
Zugangsvoraussetzungen
Wir erwarten:
- Biografie mit Migrationshintergrund
- Allgemeine Hochschulreife
- Akademische und/oder medienberufliche Erfahrungen
- Gesellschaftliches Engagement
- Gestaltungsgeschick mit Computerprogrammen
Sie bringen mit:
- Allgemeinbildung
- Aufgeschlossenheit für andere Menschen
- Beherrschung der deutschen Sprache
- Beherrschung Ihrer Muttersprache
- Teamfähigkeit
- Starkes Interesse an Politik, Wirtschaft, Kultur und Sozialem
- Computerkenntnisse
Ihre Bewerbung enthält:
- Lebenslauf
- Kurzer Essay über die journalistischen Berufe, Ihre Fähigkeiten für diese Berufe und Ihre Erwartungen an den Kurs
Die Fortbildung wird finanziert über den Bildungsgutschein.
Seminarinhalte
Journalistische Grundlagen:
Recherche, Medienrecht, Mediensystem/Redaktionen, Darstellungsformen, die Einwanderungsgesellschaft
Crossmediales Produzieren:
digitale Text- und Bildgestaltung, Videogestaltung, Audiojournalismus, Onlinejournalismus multimedial
Crossmediale Öffentlichkeitsarbeit:
Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit, Produktion/Kommunikation
Selbstmarketing, Selbstmanagement:
Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktanforderungen, professionelle Selbstständigkeit, Bewerbungsstrategien, Kompetenzprofile/Präsentationen
Insgesamt 25 Projekttage, dabei u. a. Erstellung und Pflege eines Internetportals für migrationsspezifische Themen.
Evaluation
Um das Projekt nachhaltig zu gestalten, planen wir eine wissenschaftliche Begleitung und Evaluation. Die Ergebnisse sollen in perspektivische Curricula einfließen und helfen, Handlungsleitlinien für Dozenten zu entwickeln.



